Bibliothek der Palmenblätter in Indien

Palmenblätter

Man kann es glauben oder nicht. Vor mehr als 2000 Jahren sollen gelehrte Brahmanen in Indien auf Palmenblättern den Lebensweg der Menschen aufgeschrieben haben. Das Erstaunliche daran ist, daß auch die Schicksale heute lebender Menschen aufgezeichnet wurden. Besucher der Palmblattbibliotheken sind oft erschrocken von der punktgenauen Präzision der Prognosen.

Erfahren kann seine Zukunft allerdings nur, wer sich tatsächlich vor Ort begibt. Die persönliche Anwesenheit ist notwendig, da Interessenten neben ihrem Geburtsdatum auch ihren Daumenabdruck abgeben müssen. Die Sprache, in denen diese Vorhersagen verfaßt wurden, gilt als nahezu ausgestorben. Sie wird nur noch von einigen wenigen Brahmanen beherrscht.

Kein Wunder, daß sich diese ihren Dienst nicht zu knapp bezahlen lassen. Wer sich sein vollständiges Buch lesen lassen möchte, kann anschließend durchaus einige 100 Euro leichter sein.

Die Seiten dieser “Lebensbücher” bestehen aus etwa 30-40 cm langen Palmblättern. Etwa 20-30 solcher Seiten ergeben ein Buch. Der Brahmane versucht zu Beginn der Lesung anhand von Fragen das persönliche Buch finden.

Diese Prozedur ähnelt einem Frage-Anwort-Spiel. Mit erstaunlicher Sicherheit werden dem Besucher sogar die Namen der Eltern und auch deren Beruf genannt. Stimmen diese mit dem Angaben in einem Buch überein, stehen auf den folgenden Palmblättern faszinierende Informationen zum derzeitigen und künftigen Leben.

Der Besucher erfährt im weiteren Verlauf der Sitzung auch, an welchen Krankheiten er leiden wird, was sein Liebesleben ihm in Zukunft bietet oder ob er die Karriereleiter erklimmt. Selbst der Todeszeitpunkt kann auf Wunsch genau bestimmt werden.

Mit zunehmender Bekanntheit in der Esoterikszene, entstehen auch neue Palmblattbibliotheken. Neben Indien kann auch Sri Lanka mit einer Palmblattbibliothek aufwarten. Die Erfahrungen der Besucher von Palmblattbibliotheken gehen jedoch weit auseinander:

Christel S. schreibt auf ihrer Webseite über ihren Besuch: Die Palmblattbibliothek “hat mir gezeigt, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die sich unserem Verstand entziehen.”

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Eine Reisegruppe, welche dem Phänomen auf die Schliche kommen wollte, meinte nach ihrer Reise: “LÜGNER UND BETRÜGER”. Auch berichten einige Reisende von Telefonaten der Gelehrten.

Dieser Umstand kann – muß aber nicht – ein Indiz für einen gut durchdachten Betrug sein. In Zeiten der globalen Kommunikation per Internet wäre es sicher kein Problem, schnell an treffende Informationen zu kommen.

Foto: aboutpixel.de Fächer © Jörg Kleinschmidt


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